Dass Ansitze sich auch ohne zum Schuss zu kommen, äußerst interessant sein können, zeigte sich mal wieder Anfang Anfang Juni: Statt den erhofften Böcken zeigten sich in unmittelbarer Nähe Geißen mit ihrem Nachwuchs. Die kleinen Kitze sind schon recht munter, obwohl sie doch teilweise erst ein paar Tage alt sind.
Bereits bei Angehen der Leiter fielen mir kleine Bewegungen im Gerstenfeld auf. Dabei dachte ich mir aber nichts, schließlich sind auch genügend Katzen im Revier unterwegs. Lange vor Sonnenuntergang hörte ich wie hinter meinem Rücken durch das Getreidefeld recht ungestüm Wild anwechselte. Im nächsten Moment sah ich schon eine Bewegung im Augenwinkel. Jetzt bloß keine falsche Bewegung!
Kurz darauf sah ich eine Geiß, die keine 5 m von meiner offenen Kanzel entfernt war und auf dem Weg zu äßen begann. Dabei kam schritt sie langsam in die Richtung, wo ich zuvor die Bewegungen im Getreidefeld gesehen hatte. Und siehe da, da waren ihren beide Kitze, die sofort heftig anfingen zu saugen.
Nach dem erste Hunger der Kitz gestillt war, war Bewegung angesagt. Selbst so kleine Kitze probieren schon die ersten Gräser.
Am nächsten Tag lief mir gleich wieder eine Geiß mit ihrem Kitz über den Weg. Dieses Mal wollte sich jedoch ein anderes Kitz (zum Spielen?) dazugesellen. Das sah die Geiß aber offensichtlich als Gefahr oder Konkurrenz für das eigene Kitz an: Wie man im Video gut sehen kann vertreibt die Geiß das fremde Kitz durch Scheinattacken. Das ganze fand mehrfach statt, nur die ersten Male war ich so fasziniert, dass ich vergessen hatte die Kamera einzuschalten.
Dienstag, 8. Juni 2010
Nachwuchs beim Rehwild
Donnerstag, 28. Mai 2009
100 Tage Wildkamera
Wie in der Politik üblich, möchte ich auch für die Wildkamera (Moultrie I40) nach 100 Tagen (und rund 1000 Bildern) ein erstes Fazit zu ziehen und von den bisherigen Erfahrungen berichten.
Man lernt ja bekanntlich nur fürs Leben. Daher ordne ich alle Fehlversuche, bei denen die Kamera - subjektiv betrachtet - falsch ausgelöst hat, als lehrreich ein. Die häufigsten Gründe waren
Aber diese "Fehler" können nicht der Kamera angerechnet werden, sie wären mit jeder anderen Kamera ebenfalls aufgetreten. Die in amerikanischen Berichten immer wieder auftretenden Berichte mit gänzlich weißen Bilder konnte ich nicht nachvollziehen, vermutlich war das, wenn überhaupt, ein Problem älterer Modelle.
Die Auflösung, die Farben und auch die Bildschärfe sind gut bis sehr gut und für eine Beurteilung des Wilds oder eine Veröffentlichung im Web in jedem Fall ausreichend. Für eine Verwendung bei Printerzeugnissen muss beachtet werden, dass die (bei allen Wildkameras) verwendete Optik ein Weitwinkelobjektiv ist. Das bedeutet, dass alle Tiere, die zu dicht an der Kamera sind mit sehr großen Nasen und einem recht kleinen Körper dargestellt werden. Das geht konstruktionsbedingt aber nicht anders, sonst wäre der Aufnahmewinkel so eng, dass man in den meisten Fällen kein Wild auf den Aufnahmen sehen würde.
In allen anderen Fällen waren die Ergebnisse mehr als zufriedenstellend:





(nur eine Auswahl, alle Bilder von 2400 x 1800 auf 600 x 450 Pixel verkleinert)
Fazit: Die Investition gelohnt sich wirklich gelohnt.
P.S.: Einen Kurzfilm mit dem Dachs habe in Youtube abgelegt:
Man lernt ja bekanntlich nur fürs Leben. Daher ordne ich alle Fehlversuche, bei denen die Kamera - subjektiv betrachtet - falsch ausgelöst hat, als lehrreich ein. Die häufigsten Gründe waren
- Fehlauslösung durch Bewegung des Bäumchens am dem die Kamera hing oder von sich bewegenden Sträuchern vor der Linse
- Kamera war zu weit weg aufgestellt war, so dass die Blitzlichtreichweite nicht mehr ausreichte
- Kleinere Tiere, wie etwa im Hintergrund vorbeifliegende Vögel, lösten die Kamera ebenfalls aus
Aber diese "Fehler" können nicht der Kamera angerechnet werden, sie wären mit jeder anderen Kamera ebenfalls aufgetreten. Die in amerikanischen Berichten immer wieder auftretenden Berichte mit gänzlich weißen Bilder konnte ich nicht nachvollziehen, vermutlich war das, wenn überhaupt, ein Problem älterer Modelle.
Die Auflösung, die Farben und auch die Bildschärfe sind gut bis sehr gut und für eine Beurteilung des Wilds oder eine Veröffentlichung im Web in jedem Fall ausreichend. Für eine Verwendung bei Printerzeugnissen muss beachtet werden, dass die (bei allen Wildkameras) verwendete Optik ein Weitwinkelobjektiv ist. Das bedeutet, dass alle Tiere, die zu dicht an der Kamera sind mit sehr großen Nasen und einem recht kleinen Körper dargestellt werden. Das geht konstruktionsbedingt aber nicht anders, sonst wäre der Aufnahmewinkel so eng, dass man in den meisten Fällen kein Wild auf den Aufnahmen sehen würde.
In allen anderen Fällen waren die Ergebnisse mehr als zufriedenstellend:
(nur eine Auswahl, alle Bilder von 2400 x 1800 auf 600 x 450 Pixel verkleinert)
Fazit: Die Investition gelohnt sich wirklich gelohnt.
P.S.: Einen Kurzfilm mit dem Dachs habe in Youtube abgelegt:
Sonntag, 22. März 2009
Erstes Bild vom Wild
Das erste Foto im echten Reviereinsatz, in der ersten Nacht und dann gleich ein Dachs. Die Wildkamera hing zwar erst eine Nach draußen, aber Nachsehen schadet ja nichts. Und tatsächlich das Display zeigt mir schon anhand der Anzahl der aufgenommenen Bilder an, dass drei Bilder seit dem Aufhängen am Vortrag aufgenommen wurden.
Laut der einbelichteten Uhrzeit war es genau um 3:22 Uhr als der Dachs vorbeikam. Kein Wunder, dass ich den Burschen so selten sehe.
Um dem Dachs genügend Zeit fürs Posen vor der Kamera zu geben, hatte ich mich eine ganze Woche zusammengerissen und erst wieder am darauffolgenden Samstag nachgesehen. Schon an der Anzeige sah ich, dass nur ein einziges Mal er vor der Linse war und den Infrarotsensor ausgelöst hatte. Nach dem schnellen Erfolg am vorherigen Wochenende war ich wohl doch etwas zu verwöhnt.
Aber immerhin sah ich an der deutlichen Schleifspur, dass er inzwischen einen anderen Eingang bevorzugt und diesen auch die letzten Tage häufig genutzt hatte. Also habe ich die Kamera nochmals umgehängt und warte bis zum nächsten Wochenende...
Laut der einbelichteten Uhrzeit war es genau um 3:22 Uhr als der Dachs vorbeikam. Kein Wunder, dass ich den Burschen so selten sehe.
Um dem Dachs genügend Zeit fürs Posen vor der Kamera zu geben, hatte ich mich eine ganze Woche zusammengerissen und erst wieder am darauffolgenden Samstag nachgesehen. Schon an der Anzeige sah ich, dass nur ein einziges Mal er vor der Linse war und den Infrarotsensor ausgelöst hatte. Nach dem schnellen Erfolg am vorherigen Wochenende war ich wohl doch etwas zu verwöhnt.
Aber immerhin sah ich an der deutlichen Schleifspur, dass er inzwischen einen anderen Eingang bevorzugt und diesen auch die letzten Tage häufig genutzt hatte. Also habe ich die Kamera nochmals umgehängt und warte bis zum nächsten Wochenende...
Samstag, 14. März 2009
Raus ins Revier
Nachdem das Zusatzgehäuse zusammengeschraubt und in einer passenden Farbe gestrichen war, ging es raus ins Revier. Gerade wenn es die erste Wildkamera im Revier ist, steht man extrem vor der Qual der Wahl. Wo stellt bzw. hängt man die Fotofalle zuerst auf. An einem gut belaufenem Wechsel? Am Luderplatz? Oder am Dachsbau?
Die Wahl fiel auf den großen Dachsbau. Der Bau ist gut belaufen und liegt abseits genug, dass auch nicht gleich neugierige Spaziergänger die Kamera ausgiebig untersuchen. Um auch bei schlechtem Wetter zu verhindern, dass Regen die Aufnahmen durch Wassertropfen auf der Scheibe vermiesen, wurde die Wildkamera so ausgerichtet, dass sie nach Osten aufnimmt und der Hauptwetterrichtung somit den Rücken kehrt.
Einzig die Wahl des Baums sollte ein gewisses Problem darstellen. Offensichtlich sind amerikanische Bäumestämme dünner als die in good old Germany, der mitgelieferte Gurt könnte nämlich etwas länger sein.
Die Wahl von Siebdruckplatten als Gehäuse stellt sich als ganz gut heraus. Die Farbe fällt in der Natur nur wenig auf und das Holz hat eine hohe Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit.
Geschrieben von Joachim
in Reviereinrichtung
um
15:03
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)
Tags für diesen Artikel: fotofalle, wildkamera
Freitag, 13. März 2009
Tarnung als Vogelhäuschen
Um die Investition in eine Wildkamera nicht gleich beim ersten Sturm durch herunterfallende Äste zu gefährden, wollte ich unbedingt ein Gehäuse für die Wildkamera bauen, das einen guten mechanischen Schutz bietet. Naturgemäß fällt aber jeder Fremkörper, der draußen an einem Baum oder sonstigen höheren Punkten aufgehängt wird, sofort auf. Ich wählte daher ein Vogelhäuschen, denn schließlich kennt das jeder und ist somit weiter weniger interessant als eine unbekannte Form. Es ist zwar etwas größer als ein normales Vogelhäuschen, aber das fällt nicht sehr auf.
Damit das Gehäuse allen Wetterbedingungen und wie gesagt auch kleineren mechanischen Belastungen, wie herabfallenden Ästen, standhalten sollte, entschied ich mich für Siebdruckplatten. Das ist zwar mit Abstand das teuerste Holz, aber in den kleinen Mengen, wie ich sie hier benötigte, spielt der recht hohe Quadratmeter-Preis keine Rolle.
Da bei allen Moultrie Wildkameras die einzelnen Elemente, wie Blitz, Infrarot-Sensor, Kameralinse etc., über das ganze Gehäuse verstreut sind, war mir eine vordere Verblendung zu aufwändig. Die Platten sind mit rostfreien Spax seitlich so verschraubt, dass möglichst kein Wasser in den Schraubenlöchern stehen bleibt, der Deckel wurde von innen verschraubt. Zur Befestigung der Kamera habe ich eine durchgehende Gewindestange genommen, über die vorher ein Plastikschlauf geschoben wurde um eine Abnutzung der Plastikösen am Kameragehäuse zu vermeiden. Zusätzlich habe ich alle Schnittkanten (nach diesen Aufnahmen) noch mit Acrylfarbe gestrichen. Ein gut passender Farbton ist bordeauxrot mit einem Schuss schwarzer Farbe gezeigt. Wieviel schwarz ich genau genommen habe, kann ich nicht sagen, da ich die Mischung nach Gefühl gemixt habe.
Wie der Einbautest zuhause zeigte, passt das Gehäuse prima, die Kamera wackelt nicht darin herum und der Dachüberstand wird den gröbsten Regen gut abhalten.
Da bei allen Moultrie Wildkameras die einzelnen Elemente, wie Blitz, Infrarot-Sensor, Kameralinse etc., über das ganze Gehäuse verstreut sind, war mir eine vordere Verblendung zu aufwändig. Die Platten sind mit rostfreien Spax seitlich so verschraubt, dass möglichst kein Wasser in den Schraubenlöchern stehen bleibt, der Deckel wurde von innen verschraubt. Zur Befestigung der Kamera habe ich eine durchgehende Gewindestange genommen, über die vorher ein Plastikschlauf geschoben wurde um eine Abnutzung der Plastikösen am Kameragehäuse zu vermeiden. Zusätzlich habe ich alle Schnittkanten (nach diesen Aufnahmen) noch mit Acrylfarbe gestrichen. Ein gut passender Farbton ist bordeauxrot mit einem Schuss schwarzer Farbe gezeigt. Wieviel schwarz ich genau genommen habe, kann ich nicht sagen, da ich die Mischung nach Gefühl gemixt habe.
(Seite 1 von 2, insgesamt 7 Einträge)
nächste Seite »
Impressum
Joachim Barthel
Lindenweg 5
D-84435 Lengdorf
Tel.: +49 (0)8083 / 54 70 10
